Ergebnisse der empirischen Glückforschung: Wir haben immer mehr und werden nicht glücklicher.

Mathias Biswanger, seines Zeichens Volkswirt, hat wichtige Ergebnisse der ökonomischen Glücksforschung zusammengetragen:

  • Die Menschen sagen, dass sie glücklich sind, weil man das von ihnen erwartet und weil sie es auch selbst von sich erwarten. (23)
  • Einkommen macht glücklich, solange die Menschen eines Landes arm sind. Wenn aber der Schwellenwert von 15000 Dollar Durchschnittseinkommen pro Kopf erreicht ist, gilt das nicht mehr. (26)
  • Seit dem 2. Weltkrieg zeigt sich folgendes Bild: Steigende durchschnittliche Einkommen, konstantes Glück. (29)
  • Die Krux: Selbst wenn das Einkommen absolut ansteigt, bleibt immer ein Prozentsatz der Bevölkerung relativ arm (unter dem Durchschnitt), so sehr sich dieser auch Mühe gibt und sich dafür abrackert, reicher zu werden. (33)
  • Menschen sind dann glücklich, wenn sie mit anderen Menschen zusammen sein können (und das Zusammensein nicht durch ökonomische Interessen bestimmt ist). (38)
  • Menschen mit hohem Einkommen haben weniger Freizeit und damit auch weniger Zeit, das zu tun, was Menschen glücklich macht (41).
  • Höheres Einkommen bedeutet mehr Stress. (44)

Aus: Matthias Biswanger. Die Tretmühlen des Glücks. Herder: Freiburg i. Br. 2010.

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