Sentimentalität als Gefahr für den Glauben (1): Wenn das Böse und die Gebrochenheit geleugnet wird

Sentimentalität sieht die Welt ohne Sünde, Böses, Gebrochenheit, Gewalt, Komplexität und Verwirrung. Diese unangenehmen Dinge werden verleugnet, trivialisiert und vereinfacht. Die Welt ist eine Welt der Wärme, der Harmonie und der Einfachheit, denn sie wird durch die Linse der Unschuld und der Nettigkeit gesehen. Solche Gefühle, oft getränkt mit Nostalgie, sind abgetrennt von der Realität.

Zum Beispiel: Die Medien suggerieren schon den Kleinen eine solche Welt. Die ganze Welt ist wunderbar, jedermann liebt sie, und sie können das haben, was sie sich wünschen.

Die Folge: Suchende Menschen können eine solche Welt nicht ernst nehmen, denn sie bricht bei jedem Realitäts-Check zusammen. Dies ist Anlass zu Zynismus.

Dick Keyes. Sentimentality: Significance for Apologetics. In: Francis Schaeffer. A Mind and Heart for God. P & R Publishing: Phillipsburg 2010.

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