Gott ist tot. Es lebe der Glaube!

Diese für den Tages-Anzeiger eher unübliche Titelzeile ziert heute einen längeren Beitrag zum Werk „Ein säkulares Zeitalter“ des kanadischen Moralphilosophen Charles Taylor (* 1931).

Taylor sieht die westliche Säkularisierung christlich geprägt. Manche christlichen Werte, von denen das Mittelalter bloss träumen konnte, prägten heute unseren Alltag.

Die Austreibung der Spiritualität aus den Ordnungsorganen des Glaubens sieht Taylor – gemäss dem Bericht –

als Armutszeugnis der Kirchen – beziehungsweise als Angst vor einer religiösen Ergriffenheit, die die Institutionen des Glaubens nicht vorsehen.

Die Transzendenz aber bleibe

eine unversiegbare Quelle.

Hier geht es zum Beitrag.

P. S. Kein Wunder zeigt der Journalist Begeisterung für die pantheistische – besser gesagt pan-all-istische – Variante der Frömmigkeit. Mit dem persönlich-unendlichen Gott der Bibel hat dies allerdings wenig zu tun.