Verflachtes Sündenverständnis (3)

Trotzdem ist das Bewusstsein des Bösen präsent, gerade in der modernen Literatur: Im Urvatermord (Freud), dem Bösen als Urtatsache (Frey-Rohn), dem Menschen als hochgekämpften Affen (Benn); Menschen, die als Verbrecher auf die Welt kommen (Sartre); das Böse, das den Menschen kerkert (Camus); das Böse, das nicht besiegt, sondern durchlitten werden muss (Solschenizyn); Menschen, die Sklaven haltende Sklaven, fromme Heuchler, Ausbeuter, ohne Natur, grausam deshalb sind (Grass).

Aus: Horst Georg Pöhlmann. Abriss der Dogmatik. Chr. Kaiser Gütersloher Verlagshaus: Gütersloh 20026.

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