Wenn Gott Butler und kosmischer Therapeut ist

Josua Harris, leitender Pastor der Grace Convenant Church, ist vor allem durch sein Buch “Ungeküsst und doch kein Frosch” bekannt geworden. Dem Journalist Collin Hansen erzählt er, wie er in einem sehr mensch-zentrierten kirchlichen Umfeld aufgewachsen sei. Er ortet aber in diesen Kreisen einen unglaublichen Hunger nach dem Transzendenten und nach einem Gott

who is not just sitting around waiting for us to show up so that the party can get started.

Ein Gott, der auf uns wartet, damit die Party beginnen kann – solche Vorstellungen beruhen letztlich auf einem moralistischen Verständnis von Religion:

If you believe that ultimately it is your action, your choosing, your decision – that ultimately your salvation finally gets back to you – that’s going to turn int a very moralistic kind of religion.

Es erschüttert mich, wenn ich Erwachsene antreffe, deren “Sonntagschul-Karriere” folgendes Grundverständnis mitgeprägt hat: Gott ist göttlicher Butler und kosmischer Therapeut. Damit gekoppelt ist eine innere Liste dessen, was man alles tun darf und was nicht…

Aus: Collin Hansen. Young, Restless, Reformed. Crossway Books: Wheaton 2008.

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