Das Konzentrat des christlichen Glaubens in Frage-/Antwortform

Es tut gut, sich immer wieder mit dem christlichen Glauben auseinander zu setzen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten dies zu tun. Manche bevorzugen einen thematisch-gemeinschaftlichen Zugang und besuchen einen Alphakurs. Eine weitere ausgezeichnete Möglichkeit ist es, gemeinsam durch die Bibel zu gehen. Der Grossteil des Inhalts ist erzählend und beispielhaft aufgebaut. Drittens gibt es den systematischen Zugang. In Frage-/Antwortform, für die Unterweisung von Kindern und Erwachsenen gedacht, präsentieren die Katechismen ein Konzentrat des christlichen Glaubens. Mit einer Gruppe habe ich in den letzten Wochen den Heidelberger Katechismus durchgenommen. Der reformierte Katechismus hat über die Jahrhunderte Anerkennung und Verbreitung gefunden. In einer Zeit, in welcher der emotionale Zugang zum Glauben dominiert, lohnt es sich, sich mit den 129 Fragen und Antworten beschäftigen.

In der Kurpfälzischen Kirchenordnung von 1563 heisst es vom Heidelberger Katechismus:

Catechismus in unsrer christlichen Religion heisst ein kurzer und einfältiger mündlicher Bericht von den fürnehmsten Stücken der christlichen Lehre darin von den Jungen und Einfältigen wiederum gefordert und gehört wird, was sie gelernt haben. Denn es haben alle Gottselige von Anbeginn der christlichen Kirche sich beflissen, ihre Kinder daheim, in Schulen und Kirchen, in der Furcht des Herrn zu unterweisen…

Der Kurfürst Friedrich (der den Katechismus als „mein Katechismus“ bezeichnete) schrieb in einem Verteidigungsbrief an seine Fürstenkollegen:

dass wir alle, solang wir leben, nicht Meister, sondern Lehrjungen in der Schule Christi bleiben, auch Menschen sind, so irren mögen (können), deswegen auch stetiger Unterweisung und guter Erbauung wohl vonnöten haben.

Hier geht es zum Skript.

Passendes Buch: Don't Call It a Comeback: The Old Faith for a New Day.

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