Wenn Namen zu Marken mutieren

Um Maria Montessori (1870-1952) gibt es unter Erziehungswissenschaftern eine heftige Kontroverse. Wilfried Böhm sieht sie eher als „Label“ bzw. „Marke“. Er fasst Montessoris Bild des Kindes so zusammen:

Montessoris Erziehungsdenken schwankt … zwischen der aus dem Positivismus herrührenden Absicht, einen euen Menschen und eine vollkommene Gesellschaft technisch herzustellen, und einer mystischen Vergöttlichung des Kindes als Inkarnation des kosmischen Lebensdranges.

Aus: H.-E. Tenorth. Klassiker der Pädagogik. Bd. 2. Verlag C. H. Beck: München 2003. (81)