Unser Arbeitsalltag, die Sinnfrage und das vierte Gebot

Aufstehen, Straßenbahn, vier Stunden Büro oder Fabrik, Mittagessen, Straßenbahn, vier Stunden Arbeit, Abendessen, schlafen: Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag – immer der gleiche Rhythmus – meistens funktioniert das ganz gut. Doch irgendwann fragt man sich: „Warum das Ganze?“
So fragte Albert Camus. Antwort auf diese Frage ist im 4. Gebot, dem Sabbat-Gebot, zu finden. Thomas K. Johnson bringt unseren Arbeitsalltag und die Sinnfrage mit dem vierten Gebot zusammen (Der Sabbat, die Arbeit und die Suche nach Sinn): 
Gott hatte die Absicht, Adam und Eva samt Nachkommen als „sekundäre Schöpfer“ einzusetzen. Sie sollten Familien, Landwirtschaft und Gemeinschaften entstehen lassen samt aller Wissensbasen und Organisationen, die zur Gründung dieser Instanzen erforderlich sind. Im Mittelpunkt der gesellschaftlichen, kulturellen und ökonomischen Entwicklung hätte die Ehre Gottes stehen sollen; auf ihr hätte das Hauptaugenmerk ruhen sollen. Die Verehrung und Verherrlichung Gottes sollten Sinn und Zweck aller menschlichen Betätigung sein, sei es in Familie, Gesellschaft oder Kultur.
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