Zwei Modelle: “Die Bibel als Zwiebel” und der “sechsfache Filter”

Gestern habe ich in einem Gesprächskreis einen intensiven Austausch zu zentralen Fragen des Glaubens gehabt. Mir ist wieder bewusst geworden, wie wichtig die Exegese (die sorgfältige Analyse des biblischen Textes) und die Hermeneutik (die Überprüfung der eigenen Verstehensvoraussetzungen) sind. Hier die beiden Modelle:

Die Bibel als Zwiebel:

  • Wort, Begriff
  • im Satz
  • im Abschnitt (Sinneinheit)
  • im Buch
  • im Werk des Autors
  • im Alten bzw. Neuen Testament
  • in der Bibel bzw. Heilsgeschichte

Der sechsfache Filter:

  1. Frage: Was steht genau geschrieben?
  2. Frage: Mit welchen Grundannahmen habe ich meinen Filter eingestellt?
  3. Frage: Was sagt die Bibel insgesamt zum Thema?
  4. Frage: Wo gab es in der (Kirchen-)geschichte schon mal eine identische oder ähnliche Fragestellung? Weshalb? Von wem initiiert? Was waren die mittel- und langfristigen Auswirkungen?
  5. Frage: Was bedeutet dies für die verschiedenen Lebensbereiche (Familie, Beruf, Staat, Kirche)?
  6. Frage: Wie können wir gegenüber anderen Denkansätzen sanftmütig (1Petr 3,15) Rechenschaft ablegen?
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