Ich such’ mir eine neue Kirche (10): Lebens-Geschichten.

Bis jetzt habe ich mehrheitlich Beiträge zur Seite der Form beschrieben (weil sie aus meiner Sicht verschüttet ist durch eigens gebauten Formen, mit denen wir seine guten Normen zugeschüttet haben). Lasst mich noch eine andere Seite einbringen. Warum sprechen wir immer über diejenigen, die nicht in den Gottesdienst kommen, abhängen, abgehängt haben? Habe ich auch einen Blick für diejenigen, die kommen? Noch genauer: Für diejenigen, die treu erscheinen, und denen ich höchstens mal “Guete Morge” gesagt habe? An einem der letzten Sonntage hatte ich das Gefühl (um nicht zu sagen den Eindruck), dass ich eine solche Person etwas besser kennen lernen sollte. Ich hatte diesen Menschen zuletzt auch ausserhalb der Gemeinde angetroffen. Also: Nichts wie hin, um mehr über sein Leben zu erfahren. Nach 20 Minuten war ich tief getroffen und ermutigt. Wenn ich mein eigenes Leben neben das der anderen Person lege, dann bleibe ich weit zurück. So viele Schläge und Wunden, dass ich nur staunen kann über den Erlöser! Dafür ist doch Gemeinde (auch) da, in diesem Minuten erlebte ich “Gemeinschaft” pur.

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