Die Suche nach dem Spannungspunkt

Francis Schaeffer beschreibt im letzten Teil seines Buches „Gott ist keine Illusion“, wie er in der Diskussion mit Nichtchristen zuerst nach dem Spannungspunkt sucht.

Nun kann aber in Wirklichkeit kein Nichtchrist seine Denkvoraussetzungen konsequent ausleben. Dafür gibt es einen einfachen Grund: Ein Mensch muss in der Wirklichkeit leben, und diese Wirklichkeit besteht aus zwei Teilen: der objektiven Welt mit ihrer Form und dem ‚Menschsein‘ des Menschen, einschliesslich seines eigenen ‚Menschseins‘. Der Glaube eines Menschen ändert nichts an dieser Wirklichkeit. Da nun das Christentum die Wahrheit verkündet über das, was wirklich da ist, bedeutet seine Ablehnung aufgrund eines anderen philosophischen Systems eine Entfernung von der wirklichen Welt. Infolgedessen befindet sich jeder Mensch, welches System er auch vertreten mag, in einer Zwickmühle: Versucht er seine Prämissen mit intellektueller Redlichkeit zu Ende zu denken und auszuleben, gerät er unweigerlich in diese Zwickmühle.

Francis Schaeffer. Gott ist keine Illusion. Haus der Bibel/R. Brockhaus Verlag: Zürich/Genf/Wuppertal 1974. (135)