Jeder erschafft sich seine eigenen Irrtümer

Nur darin sind wir ungleich untereinander, daß jeder sich für seine eigene Person seinen eigenen Irrtum erschafft. Aber darin sind wir alle miteinander völlig gleich, daß wir alle von dem einen wahren Gott abgefallen sind und uns wunderlichen Kindereien zugewendet haben!

Daher kommt auch der ungeheure Schlamm von Irrtümern, der die ganze Welt bedeckt und erfüllt. Denn einem jeglichen ist sein Verstand wie ein Labyrinth, und es ist deshalb kein Wunder, daß die einzelnen Völker je in ihre besonderen Irrtümer verfallen sind, ja daß es dabei nicht bleibt, sondern gar einzelne Menschen sich ihre eigenen Götter gemacht haben.

… wenn der Mensch bloß seiner natürlichen Erkenntnis folgt, so kommt nichts Gewisses, nichts Festes, nichts Deutliches dabei heraus, sondern er ist in verworrenen Begriffen befangen, so daß er einen unbekannten Gott anbetet.

Johannes Calvin, Institutio, I,5,11+12

Wie Paulus auf diese menschlichen Voraussetzungen reagiert, ist nachzulesen in Apostelgeschichte 17,16-34.

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