Das Evangelium ist nicht nur Startpaket für den Glauben

Hier wird über das häufige Missverständnis diskutiert. Einige Schnipsel:

Einer der größten und am weitesten verbreiteten Fehler in unseren heutigen Gemeinden ist es, dass man denkt, das Evangelium sei etwas für Ungläubige und frisch Bekehrte, diejenigen aber, die im Glauben gewachsen seien, brauchten es nicht mehr ständig zu hören, sondern könnten sich höheren Lehren zuwenden.

Ich beobachte …, dass das Evangelium gerne als Startpaket nur für den Anfang im Glauben gesehen wird, doch im darauffolgenden Glaubensleben fast keine Rolle mehr spielt, weil es ja nur das Startpaket ist. Das führt … zur falsch verstandenen Verkündigung der Botschaft des Evangeliums. Evangelium immer nur als Startpaket. Doch das führt schnell zur Resignation. Es geht aber nicht darum, dass “(fast) nur evangelisiert wird”, sondern es geht um die Frage, wie die weiterführende Lehre (auf welchem Gebiet auch immer, z.B. Ehe und Kindererziehung, Kampf mit Gebundenheiten – also Fragen der Heiligung) mit dem Evangelium verknüpft und vom Evangelium durchdrungen werden kann.

Die fälschliche Trennung beruht darauf, dass wir gerne mit der Gnade anfangen (“Evangelium für Ungläubige”), danach aber dann im Fleisch (aus eigener Kraft) vollenden wollen. Dies ist auch einer der Ursachen, warum wir soviel Kraftlosigkeit und Nöte in unseren Gemeinden haben. Die Quelle unserer Kraft ist das Evangelium Jesu Christi. Wir werden aus dieser Quelle erlöst und wir müssen täglich aus dieser Quelle leben.

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