Die komplett andere Sichtweise der verfolgten Kirche

Von einem Bruder aus Laos habe ich in der vergangenen Woche eine zentrale Lektion gelernt. Er sagte sinngemäss: „Ihr im Westen (er meinte insbesondere die USA, aber auch Europa) habt als oberstes Kriterium für einen Christen dessen materielles Wohlbefinden. Wir von der verfolgten Kirche wissen, dass Leiden zum wahren Christsein gehören.“ (In Laos werden Christen willkürlich gefangen genommen, enteignet und gar getötet; den Freigelassenen mangelt es oft an Nahrung und medizinischer Versorgung.) Wenn ich in die Runde blickte, sah ich eine Reihe ausgebrannter und desillusionierter westlicher Christen. Und ich blickte auf diesen Glaubenszeugen aus Laos, der nicht nur für Jesus brennt, sondern auch noch glücklich wirkt. Ich ging zu ihm und sagte ihm: „Danke, Bruder, für deine Einsichten. Wir Christen in Europa brauchen eure Erfahrung dringend.“ Weshalb bilden wir uns den Himmel auf Erden ein? Warum sind all unsere Gebete darauf ausgerichtet, noch mehr Besitz und Wohlbefinden zu bekommen? Offensichtlich ist dies Grund für unsere Frustration – wir müssen einen Teil unserer Wirklichkeit ausblenden.

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