In den Köpfen ist immer noch “Überfluss” programmiert

Dieser Leserkommentar auf Rons Blog beschäftigt mich seit einigen Wochen:

Meine Frau und ich haben z.B. einen geringeren Lebensstandard als unsere Eltern – obwohl wir zur Zeit noch beide! nicht gerade “schlecht” verdienen. Wir haben nur ein kleines Auto, obwohl wir beide zur Arbeit müssen, machen deutlich “günstiger” Urlaub (wenn überhaupt) etc.

Mein Vater hat als Alleinverdiener in den 80ern mit zwei bis drei Kindern nach ca. 10 Jahren eine Doppelhaushälfte abbezahlt. Ich rechne damit, dass wir unser deutlich kleineres Reihenhaus bis zur Rente abbezahlt haben. Ehrlich gesagt sehe ich beim Großteil meiner Umgebung das gleiche Bild: Der Lebensstandard sinkt eher, obwohl der “Aufwand” dafür stetig steigt…

Die Elterngeneration hat sich ein Reiheneinfamilienhaus gekauft, zwei Autos gefahren, ein Lohn hat für die Familie gereicht. Heuer gehen beide arbeiten, und es bleibt kaum etwas übrig. Könnte es sein, dass sich die Versorgungssituation geändert hat? Ich habe das Gefühl, dass wir unseren Lebensstil der neuen Situation noch nicht angepasst haben. Mental leben wir im Überfluss, und die Billigproduktion bestärkt uns darin. Jammern ist verfehlt, wir haben als Familie vor sieben Jahren umgestellt.

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