Bindungsforschung im Säuglingsalter

Seit 50 Jahren werden die Bindungsmuster von Kindern zu Eltern systematisch-empirisch untersucht. Nicht nur erfolgten die Untersuchungen Kulturkreis-übergreifend, sondern auch längsschnittlich, das heisst vom Säugling- bis ins Erwachsenenalter. Die Ergebnisse sind bahnbrechend und finden erst langsam den Eingang in die gängigen Ratgeber. Uns haben sie als Eltern sehr geholfen, vor allem bei unseren beiden ältesten Kindern.

Das Ehepaar Grossmann hat 100 Kinder vom Säuglings- bis ins Erwachsenenalter begleitet. In ihrem Standardwerk “Karin Grossmann / Klaus E. Grossmann, Bindungen – das Gefüge psychischer Sicherheit” (Klett-Cotta 2012) fassen sie ihre Erkenntnisse aus der Bindungsforschung im Säuglingsalter zusammen:

Das erste Lebensjahr ist entscheiden für die Entwicklung der Bindung. Die frühe externe Regulation erfolgt vor allem über die Mutter: Die Feinfühligkeit, auf die Signale des Kindes einzugehen, ihre Kooperation und Akzeptanz im Umgang mit kindlichen Bindungs- und Explorationsbedürfnissen ist entscheidend. Die Nutzung der Mutter als Sicherheitsbasis ist ein Indikator für die Bindungsqualität zur Mutter. Mittels “Fremder Situation” wurden verschiedene Bindungsmuster identifiziert: Sichere, unsichere und ambivalente. Und der Vater? Welche Rolle spielt er? Er ist zweite Bindungsperson und wichtig vor allem beim Entdecken.

Unter dem Stichwort “Bindung” habe ich verschiedene Inputs und eigene Erlebnisse zu diesem Thema zusammen getragen.

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