Schlüsselerlebnisse mit Kindern (11): Wir züchten kleine Prinzen und Prinzessinen

Ron, ich stimme dir zu:

Oft sind es Kinder, die heute den Mittelpunkt der Familie bilden. Aber Prinzen und Prinzessinnen brauchen Aufmerksamkeit, lassen sich wenig sagen und kosten viel Energie. Die Anzeichen mehren sich, dass ein Wunderland mit Königskindern und beruflich eingespannten Eltern besonders in den Städten mehr Kraft einfordert, als Eltern aufbringen können. Erschöpft, verzweifelt: Magazine für Eltern sprechen immer offener von dem Kraftakt, Kinder zu haben.

Die faz berichtet über veränderte Inhalte in Elternmagazinen:

Es ist das Jammern über einen kaum noch zu bewältigenden Alltag, Überforderung, Erschöpfung und Stress; daneben die wütende Trauer um das entspannte Leben als Dinks („Double income no kids“-Pärchen), das man für immer verloren hat. Die Kinder werden hier von ihren Eltern nicht mehr, wie in der öffentlichen Debatte oft suggeriert, als ehrgeiziges Projekt gesehen, sondern als eine Art Naturkatastrophe, die ins Leben einbricht und den Alltag unerträglich macht. 

Statt individuelle Schwierigkeiten von Kindern – Schulversagen, Ängste, Krankheiten – in den Blick zu nehmen, wie es Elternmagazine traditionell taten, ist jetzt das bloße Vorhandensein von Familie das Problem.

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