Weg von der Vermeidungsethik

Menschen, die mit der Vermeidungsethik zufrieden sind, stellen im Allgemeinen die falschen Fragen in Bezug auf das Verhalten. Da heißt es: Was ist daran falsch? Was ist falsch an diesem Film? Oder dieser Musik? Oder diesem Spiel? Oder diesen Freunden? Oder dieser Entspannungsmethode? Oder dieser Investition? Oder diesem Restaurant? Oder diesem Geschäft? Was ist falsch daran, jedes Wochenende zu meiner Freizeithütte zu fahren? Oder überhaupt eine zu besitzen? Derartige Fragen werden kaum eine Lebensweise hervorbringen, die Christus verherrlicht und Menschen in Gott glücklich macht. Sie führen zu einer Reihe von Verboten und tragen zur Vermeidungsethik bei.

Weitaus besser sind folgende Fragen: Wie kann mir das helfen, Christus mehr zu schätzen? Wie kann ich dadurch zeigen, dass ich Christus liebe? Inwieweit ist es hilfreich, um Christus besser kennen zu lernen und ihn in meinem Leben widerzuspiegeln? Die Bibel sagt: »Ob ihr nun esst oder trinkt oder sonst etwas tut, tut alles zur Ehre Gottes!« (1Kor 10,31). Somit ist die Fragestellung in erster Linie positiv und nicht negativ: Wie kann ich Gottes Herrlichkeit durch diese Handlung darstellen? Wie kann ich Gott durch dieses Verhalten groß machen?

John Piper. Dein Leben ist einmalig – vergeude es nicht! CLV: Bielefeld 2004. (133)

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