Evangelikaler Anti-Intellektualismus (4): Let My People Think!

Im Schlusskapitel seines Buches “Fat Bodies, Fit Minds” skizziert Guinness mögliche Wege zur Re-Aktivierung des Denkens.

  1. Busse tun: Wir haben Gott nicht mit unserem Verstand geliebt.
  2. Definieren, was christliches Denken beinhaltet
  3. Den grössten Einwand überwinden, nämlich die vordergründig biblische Behauptung, mit der “Weisheit dieser Welt” nichts am Hut zu haben (1. Korinther 1);  die falsche Auslegung ist eine Überbetonung der Verdorbenheit des Denkens und verwechselt Einfachheit mit Irrationalität.
  4. Die Kosten der Jüngerschaft bedenken: Der gläubige Mensch muss damit rechnen, als Verrückter zu gelten – aber um Christi willen, nicht wegen fehlendem Denken!
  5. Aktiver Gehorsam: Jede Lebensfrage wird in hartem Ringen durchdacht.
  6. Vorsicht Fallen: Es bleibt nicht bei einer Reise im Kopf (Intellektualismus); es ist nicht nur eine Angelegenheit im stillen Kämmerlein (Gemeinschaft und Korrektur der anderen sind wichtig); es ist nicht nur eine menschliche Aktivität des Willens; es werden nicht alle dasselbe denken
  7. Einen christlichen Denkstil entwickeln: Das bedeutet beispielsweise, dass Wissen Konsequenzen hat, an die wir gebunden sind.
  8. Überzeugende Argumente für aktuelle Fragen entwickeln

Os Guinness, Fit Bodies, Fat Minds, Hourglass Books: Grand Rapids 1994. (132-152)

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