Ein Generationen übergreifendes Gespann

Auch wenn der Sohn Salomo nicht bis zum Schluss treu war, ist es doch beeindruckend zu lesen, wie zwei Generationen zusammen arbeiteten, um Gott ein Haus als Wohnstätte herzurichten. Im Gesetz war Jahrhunderte zuvor angekündigt worden, dass Gott sich im Land einen Platz suchen würde, an dem er “seinen Namen wohnen lassen” würde. In 5. Mose 12 wird durch Mose dem Volk ausgerichtet:

Denn ihr seid bisher noch nicht zur Ruhe gekommen und zu dem Erbbesitz, den der HERR, dein Gott, dir gibt. Ihr werdet aber den Jordan überschreiten und euch niederlassen in dem Land, das der HERR, euer Gott, euch als Erbbesitz zuteilt, und er wird euch Ruhe schaffen vor all euren Feinden ringsumher, und ihr werdet sicher wohnen. Dann sollt ihr an die Stätte, die der HERR, euer Gott, erwählen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen, alles bringen, was ich euch gebiete… (5. Mose 12,9-11)

Doch Jahrhunderte lang kümmerte sich niemand um dieses wichtige Anliegen. Erst in David wuchs dieser Wunsch:

Ich will meinen Augen keinen Schlaf gönnen, meinen Wimpern keinen Schlummer, bis ich eine Stätte finde für den HERRN, eine Wohnung für den Starken Jakobs. (Psalm 132,4-5)

Gott liess David durch den Propheten ausrichten:

Ich habe nicht in einem Haus gewohnt seit dem Tag, an dem ich die Israeliten aus Ägypten heraufgeführt habe, bis auf den heutigen Tag, ich bin umhergezogen in einem Zelt als Wohnung. In all der Zeit, die ich mit allen Israeliten umhergezogen bin, habe ich da zu einem einzigen der Stämme Israels, dem ich geboten hatte, mein Volk, Israel, zu weiden, gesagt: Warum habt ihr mir nicht ein Haus aus Zedernholz gebaut? (2. Samuel 7,6-7)

Gott anerkannte das Anliegen Davids und bestimmte gleichzeitg, dass sein Sohn Salomo die Ausführung übernehmen würde:

Du wirst meinem Namen kein Haus bauen, denn du hast vor mir viel Blut auf die Erde fliessen lassen. Sieh, ein Sohn wird dir geboren, er wird ein Mann der Ruhe sein, und ich werde ihm Ruhe verschaffen vor allen seinen Feinden ringsum. Sein Name wird Salomo sein, und ich werde Israel Frieden und Ruhe geben, solange er lebt. (1. Chronik 22,8-9)

David sammelte lebenslang Material, damit sein Sohn das Werk ausführen konnte:

Salomo, mein Sohn, ist noch jung und zart; das Haus aber, das dem HERRN gebaut werden soll, muss überaus gross werden, zum Ruhm und zum Preis in allen Ländern. Ich möchte Vorbereitungen dafür treffen. So traf David viele Vorbereitungen vor seinem Tod. (1. Chronik 22,5)

Ich wünsche mir ebenso, dass ein Gott hingegebenes Wirken auf die nächste Generation weitergeht, wie es von meinen Vorfahren (mütterlicherseits) an mich weitergegeben worden ist.

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