Elisa: Mehr als eine Heldenfigur

Im Nachgang zur Kinderwoche “Elisa” wurde ich nach einer passenden Anschlussbotschaft gefragt. Hier meine Grundüberlegung, die für alle alttestamentlichen Figuren gilt:

Wie können wir einen guten Schlusspunkt unter eine alttestamentliche Geschichte setzen? Indem wir sie mit dem Zentrum der Heilsgeschichte, mit Jesus, in Zusammenhang bringen. Elisa war ein Mensch wie wir, ein besonders von Gott bevollmächtigter allerdings. Leider änderte sich durch seinen (spektakulären) Dienst kaum etwas in seinem Land. Die Menschen lebten weiter wie bisher. Alle? Nein, eben nicht. Bei einzelnen geschah eine dauerhafte Veränderung.

Eine Aussage in einer Predigt von Jesus hat mich berührt: “Viele Aussätzige waren in Israel zur Zeit des Propheten Elisa, und keiner von ihnen wurde rein als allein Naaman aus Syrien.” (Lukas 4,27) Übertragen auf Eltern, Kinder und Mitarbeiter der Kinderwoche bedeutet dies: Ohne die verändernde Kraft von Jesus, die in unser Leben kommt, bleibt alles beim Alten. Ein paar Tage oder Wochen nach der Kinderwoche ist alles wieder vergessen. Oder umgekehrt formuliert: Jesus möchte dir neues Leben und dauerhafte Veränderung schenken.

Es gibt eine erstaunliche Geschichte nach dem Tod von Elisa:

Als aber Elisa gestorben war und man ihn begraben hatte, fielen streifende Rotten der Moabiter ins Land Jahr um Jahr. Und es begab sich, dass man einen Mann zu Grabe trug. Als man aber einige Leute von ihnen sah, warf man den Mann in Elisas Grab. Und als er die Gebeine Elisas berührte, wurde er lebendig und trat auf seine Füße. (2. Könige 13,20-21)

Das ausserordentlich Kraftvolle an dieser kurzen Begebenheit ist: Gott demonstrierte seine All-Macht – auch über den Tod hinaus. Sie wurde Wirklichkeit durch den Tod von Jesus, der die Macht des Todes gebrochen hat.

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