Lebensphasen, Lebenschancen

In den letzten Wochen führte ich mehrere Gespräche mit Menschen, die merken, dass sie in einem Lebensphasenwechsel stehen. Einige davon sind um die 50 Jahre alt. Sie verspüren das Bedürfnis, die eigenen Erfahrungen an eine neue Generation weiter zu geben. Nach dem Lebensphasenmodell von Erickson ist dies das zentrale Bedürfnis des mittleren Erwachsenenalters:

Das mittlere Erwachsenenalter  wird vom Motto bestimmt: «Ich bin, was ich bereit bin zu geben». Es geht darum Liebe in die Zukunft zu tragen, sich so zu engagieren, dass spätere Generationen davon profitieren können. Dazu gehören Engagement im Beruf, in der Familie, in der Gesellschaft. Gesund lebt in dieser Lebensphase, wer die Fähigkeit zur Fürsorge erlangt, ohne sich dabei selbst aus den Augen zu verlieren.

Hier geht es zu einer gut verständlichen Zusammenfassung des Modells.

Weiter kann ich das kurze Buch von Romano Guardini “Die Lebensalter – ihre ethische und pädagogische Bedeutung” empfehlen. Ich sehe zwei Übertreibungen: Entweder den Phasen voraus eilen zu wollen, viel häufiger jedoch das Verharren in einer früheren Lebensphase.

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