Einsamkeit – Preis der postmodernen Vielfalt

Das Institut für Ehe, Allgemeinwohl und Familie thematisiert in ihrem aktuellen Newsletter die steigende Einsamkeit v. a. von Männern:

Ernüchternd deutlich zeigen neue Mikrozensus-Zahlen eine steigende „Familienlosigkeit“: Auf dem Rückzug sind nicht nur die Ehe und die „traditionelle“ Kernfamilie, sondern das Zusammenleben mit Partnern und Kindern generell. Der Singularisierungstrend betrifft vor allem die Männer: Etwa 45% der Männer im Alter von 40-45 Jahren lebten 2011 ohne Kinder im Haushalt; bei den gleichaltrigen Frauen lag dieser Anteil „nur“ bei 28%. Vor fünfzehn Jahren (1996) war es unter den Frauen dieses Alters ca. ein Fünftel und bei den Männern knapp ein Drittel, die ohne Kinder im Haushalt lebten. Schon in den 1990er Jahren war also die „Kinderlosigkeit“ unter Männern höher als unter Frauen, seitdem hat sich diese Differenz aber noch wesentlich vergrößert.

Das Alleinsein ist wohl oft nicht gewollt:

Entspricht das Leben als Single den Wünschen dieser Männer? Viele dieser Männer dürften ihr Alleinleben nicht als Ausdruck von Autonomie und Selbstentfaltung, sondern als unglückliches Schicksal erfahren. Vergleichbares gilt für Single-Frauen und auch für Alleinerziehende: Ein-Eltern-Familien sind höchst selten geplant, sondern entstehen fast immer aus dem Zerbrechen von Beziehungen.

Im Kommentar wird ein Zusammenhang mit der Vielfalt der Lebensformen gezogen:

Die postmoderne „Vielfalt“ der Lebensentwürfe hat deshalb einen hohen Preis, den besonders die unfreiwillig allein Lebenden und die alleinerziehenden Mütter bezahlen.

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