Zahl der Sonderschüler nimmt rasant zu

Die NZZ am Sonntag berichtete von der rasanten Zunahme von Sonderschülern:

In der ganzen Schweiz nimmt die Zahl der Sonderschüler seit Jahren ungebremst zu. Eindrücklich sind die Zahlen aus dem Kanton Zürich: Seit 2001 haben sie sich beinahe verdoppelt, der Anteil an der Gesamtzahl der Schulkinder ist von 1,8 auf 3,0 Prozent gewachsen.

Zwar gäbe es immer mehr integrierte Sonderschüler, doch die separierten nehmen deswegen nicht ab.

Nicht nur das hörbehinderte Mädchen wird heute möglichst in einer Regelklasse eingeschult. Auch der besonders schwierige Bub erhält das Etikett eines Sonderschülers und damit teure Stütz- und Fördermassnahmen. So wird nicht nur die Lehrerin entlastet, sondern oftmals auch das Schulbudget, da Kanton und Gemeinden die Kosten tragen.¨

Das „Etikett“ Sonderschüler werde so zum Auffangbecken für gesellschaftliche Probleme:

Bezeichnenderweise sprechen auch die Zuständigen in den Kantonen in aller Offenheit davon, dass über den Status Sonderschüler oft gesellschaftliche Probleme aufgefangen werden. Die Rede ist von heterogenen Klassen, schlecht erzogenen und überbehüteten Schülern und überforderten Lehrern.