Was können Eltern unternehmen, damit das Kind klug wird?

Margrit Stamm, Erziehungswissenschaftlerin und emiritierte Professorin an der Universität Fribourg, wurde gefragt: Was können Eltern unternehmen, damit das Kind klug wird? Ein Ausschnitt aus dem Interview:

Frau Stamm, entgegen früherer Studien behaupten Sie, Krippen hätten einen geringen Einfluss auf die Entwicklung des Kindes. Der Einfluss der Familie sei wichtiger.
Margrit Stamm:
Das ist in unserer Studie so. Die Familie, insbesondere die Mutter, gibt einem Kind mehr auf den Weg als Tagesstätten in der Lage sind. Diese können Vorgegebenes optimieren.

Das klingt sehr nach Hausfrauenmodell.
So meine ich das nicht. Nicht die Zeit, die eine Mutter mit ihrem Kind verbringt, ist wichtig, sondern die Qualität. Das können ein bis zwei Stunden pro Tag sein – so lange sich die Mutter intensiv mit dem Kind beschäftigt und nicht einfach nebenbei. Sie muss feinfühlig sein, die Bedürfnisse erkennen und Entwicklungsgrenzen des Kindes tolerieren, aber auch Regeln festlegen.

Wie soll ich mein Kind denn erziehen, damit es intelligent wird?
Eltern sollen mit dem Kind eine sorgfältige Sprache sprechen. Das gelingt in Familien, in denen Mütter ein hohes Bildungsniveau haben, gut. Weiter sollte man mit den Kindern sämtliche Sinne trainieren. Etwa in den Wald gehen, zusammen kochen oder basteln. Auch Geschwister haben einen starken positiven Einfluss auf die Entwicklung von Vorschulkindern. Wichtig ist auch, den Medienkonsum unter Kontrolle zu haben. All dies hat positive Auswirkungen auf die kognitive, sprachliche, mathematische und sozial-emotionale Entwicklung der Kinder.

Ich frage mich viel mehr: Was können wir als Eltern dazu beitragen, dass Salomos Leitspruch Wirklichkeit wird? „Die Ehrfurcht vor Gott ist der Anfang aller Erkenntnis.“ (Sprüche 1,7)