Schlüsselerlebnisse mit Kindern (55): Lotta kann fast alles.

An einem Filmabend in der Nachbarschaft sahen wir uns einen Teil von „Lotta kann fast alles“ (angelehnt an Lotta von der Krachmacherstrasse von Astrid Lindgren) an. Ein paar Überlegungen aus Elternperspektive:

  • Es ist drollig, der Geschichte und Perspektive des kleinen Mädchens zu folgen. So wünschen wir es uns: Eine unbeschwerte, kind-zentrierte, heile Welt.
  • Das jüngste Kind darf (fast) alles. Ich fragte mich: Was stärkt den Selbstwert? Was fördert den Eigenwillen? Und welche Anteile machen es einem Kind später schwer, sich einzuordnen?
  • Die erwachsene Umgebung erhält die Vorstellung der Kleinen aufrecht, sie könne wirklich fast alles. Meine Frage: Über was sollen wir hinwegsehen? Und was ist es wert, aufzugreifen, in Frage zu stellen und anders zu deuten?
  • Das eigenwillige Mädchen gerät dauernd mit ihren Geschwistern in Konflikt. Es wechseln ab: Unterstützung und Bewunderung, herbe Worte und Ablehnung. Die Eltern greifen nicht ein.
  • Es kommt alles wieder gut. Lotta spürt zwar ab und zu die Folgen ihres Tuns, doch sie braucht eigentlich nichts zu bereuen. Familie und Umfeld gleichen aus.