Das Übel ist nur einen Klick entfernt – Facebook als Schulfach

Jugendliche verbringen viel Zeit in sozialen Netzwerken. Nina Pauer (* 1982) hat in ihrem Buch „Wir haben (keine) Angst“ eine hervorragende Analyse dazu geliefert (hier geht es zu einigen Zitaten). Kurz gesagt: Die sozialen Netze sind sehr durchlässige Netze, oftmals entstehen keine langfristige, verbindliche, erfüllende Beziehungen.

Der Blick berichtete darüber, dass durch die steigende Internetkriminalität Facebook als Schulfach eingeführt wurde:

Experten demonstrieren dabei bei Bedarf sogar live, wie schnell man im Netz in die Falle gehen kann. Sie loggen sich etwa vor den Augen der Eltern in Chatrooms ein und zeigen, wie schnell man als Kind ins Visier von Verbrechern geräht. Aber auch Themen wie Cyber-Mobbing kommen zur Sprache. «Wir verteufeln das Internet nicht», sagt Markus Stauffer. «Im Gegenteil, das Internet ist ein geniales Medium. Aber man muss wissen, wo sich die Gefahrenzonen befinden.» … Die Nachfrage nach dem Spezialunterricht sei «riesig». Jede Woche habe man inzwischen Anlässe. Trotzdem bleibt es den Lehrern selbst überlassen, ob sie die Polizei ins Klassenzimmer holen will.

Die Stiftung „Familie ist Zukunft“ bietet einen halbtätigen Kurs „Facebook für Eltern“ an. Ich betrachte es als eine Herausforderung, mit den Kindern auf eine gute Art und Weise darüber im Gespräch zu bleiben, dass das Übel (z. B. das Brechen von Gottes guter Ordnung „du sollst kein falsches Zeugnis ablegen über deinen Nächsten“) nur einen Klick entfernt sein kann.

VD: FI.