Die Rückkehr in die Familie (2): Gott steuert

Mann kann alles wohl planen inkl. zeitliche Reserven. Doch habe ich wie nie zuvor im Leben gelernt, unterschiedliche Verfassungen meines Körpers, aber auch an ungeplante Änderungen des Ablaufs ruhig hinzunehmen. Ja noch mehr: Besonders hinter den Dingen, die ich nicht direkt beeinflussen kann, erkenne ich das souveräne Walten Gottes. So fuhren wir ruhig auf der Autobahn dahin, bis ein kleines „Klick“ eine Änderung verriet. Es gelang meinem Fahrer gerade noch, von der Überholspur vor einem Laster auf die Pannenspur hinüberzuziehen. Das gibt es selten und noch seltener mit einem geländegängigen Fahrzeug: Platte am linken Vorderrad. So verbrachten wir eine Zeit auf dem Pannenstreifen. Einer der ersten Gedanken war: Gott steuert. Er hat meinen Fahrplan – ich wollte noch zum Coiffeur – durchkreuzt und uns mit einer Stunde Verzögerung direkt meinem Zuhause zugeführt. Wer weiss, was uns sonst hätte zustossen können? Der Vorfall hat eine erzieherische Komponente. Es ist, als ob er mich mahnen möchte: Nimm ungeplante Fahrplanänderungen willig aus seiner Hand an, auch wenn sie unangenehm sind.  Ich konnte dieses Lehrstück auch gleich in meine Familie mitnehmen. Ich bete dafür, dass der Heilige Geist solche Vorfälle verankert und zur geeigneten Zeit wieder abruft.