Falschinformationen zu Krippen

Es sind deutsche Verhältnisse, gelten aber genau so für unser Land. Falschinformationen sind…

  • dass Kinder, die in eine Krippe gehen, später besser in der Schule sind. Konzentrationsstörungen, persönliche Unsicherheit, Aggressionen, oder Mitläufertum sind nur einige Folgen von mangelnder Zuwendung im Kleinkindalter.
  • dass die Kinder optimal betreut werden. Welche Mutter von Fünflingen hat genügend Zeit, Belastbarkeit, Zuwendung, gute Ideen, um jedem Kind nach seinen individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden? Im Schnitt teilen sich 5 Kinder eine Erzieherin. Die wenigsten Erzieherinnen haben bereits eine Zusatzqualifikation für Kleinkind-Pädagogik.
  • dass Migrantenkinder schneller Deutsch lernen und besser integriert werden. Die Muttersprache wird in den ersten 2 Jahren am besten von der Mutter gelernt, wie der Name schon sagt. Außerdem betreuen viele Migrantenfamilien ihre Kinder nach traditionellem Erziehungsmodell, d.h. a: Die Mutter bleibt zuhause und versorgt die Familie. b: Solche Familien lassen ihre Kinder daheim, weil sie nicht wollen, dass sie von fremden Wertvorstellungen geprägt werden.
  • dass alle Mütter arbeiten wollen. Ich habe noch in keiner Anmeldung gelesen, dass eine Mama arbeiten will, weil ihr das mehr Erfüllung bringt als das Zusammensein mit ihrem Kind
  • dass der Staat, unsere Wirtschaft auf die Arbeit der Mütter angewiesen ist. Wie viel Bruttosozialprodukt muss eine Mutter erwirtschaften, und entsprechend Abgaben zahlen, um dem Staat eine monatliche Subvention von mindestens 1000 € wert zu sein?
  • dass ausgebildete Fachkräfte Kleinkinder besser versorgen als Mütter. Aufgrund des Fachkräftemangels, der auch schon bei Gesetzesbeschluss absehbar war, werden Krankenschwestern, Lehrerinnen, Hausfrauen, Schüler und Studenten beschäftigt. Nach dem Motto: Spielen und Wickeln kann jeder. Fast jede Frau, Mann kann kochen. Hat er/sie dadurch die Qualifikation, als Chefkoch in einem Gourmetrestaurant zu arbeiten, zu erkennen, welche Ernährung für welchen Gast richtig ist, und entsprechende Menü- und Ernährungspläne zu erstellen? Was sind uns unsere Kinder wert?
  • dass Kinder in der Krippe mehr lernen als Zuhause. Lernpsychologen sagen, dass die Effizienz des Lernens stark von der Beziehung zwischen Lehrer und Lernendem abhängt, sowie auch von einer positiven Lernatmosphäre. Manchmal habe ich den Eindruck, dass unseren Entscheidungsträgern nicht bewusst ist, von welchem Alter sie sprechen: nämlich von Wochen bis 36 Monaten.
  • Wenn Politiker und Arbeitgeber über Krippenausbau reden, geht es nicht um die Bedürfnisse des Kindes, sondern darum, Mutter/Vater von der Erziehungsarbeit freizustellen, um verlässliche Arbeitskräfte zur Verfügung zu haben. Das Wort Betreuung klingt dabei sehr verfänglich. Denn in Wirklichkeit wird dann die Erziehungsarbeit der Eltern nicht mehr ergänzt, sondern zunehmend ersetzt, zumindest wenn die Eltern vollbeschäftigt sind.

Hier geht es zum engagierten Plädoyer.

VD: AW

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