Die Rückkehr in die Familie (14): Gesundheit ist nicht das höchste Gut

Ich habe mir länger überlegt, was ein geeigneter Schlusspunkt für diese Serie sein könnte. Es sind die Worte einer Zuschrift, die ich erhalten habe: Gesundheit ist nicht das höchste Gut. Als Hiobs Besitz weggenommen wurde, trug er dies mit Fassung. Als seine Gesundheit angegriffen wurde, empfahl ihm seine Frau, sich von Gott loszusagen. Gesundheit ist das Gut, das uns am ehesten daran erinnert, dass wir letztlich nichts in der Hand halten. In den vergangenen Wochen habe ich manche Menschen erlebt, die für Gesundheit alles drangeben. Doch genau in dieser Bewegung steckt eine Selbsttäuschung: Wir haben unser Leben nicht in der Hand, so viel wir auch dafür aufwenden mögen. Gesundheit ist wertvoll, Prävention sinnvoll. Doch das wichtigste ist es, Gewissheit über den ewigen Schatz zu haben. Was nützt es dir, wenn du die ganze Welt gewinnst und deine Seele verlierst?

Diese Erde ist für mich Einsatz- und Zurüstungsort. Sie ist für mich insofern nicht fremd, als sie der Besitz meines Vaters ist und ich überall Spuren seines wunderbaren Wirkens entdecke. Gleichzeitig befremdet sie mich, weil sie unter der Last der Entfremdung von Gott und unter der Herrschaft von Gottes Gegenspieler seufzt. Paul David Tripp bemerkt treffend: „Vielleicht beklagen wir uns deshalb über Gott, weil wir diese Erde als unsere Destination ausgewählt haben anstatt sie als Vorbereitung für unsere definitive Bestimmung zu sehen.“ Insofern betrachte ich auch die vergangenen Tage nicht nur als Momente von Familienglück und gesunder Auseinandersetzung, sondern als Vorbereitung für die nächste Lebensetappe und mein ewiges Zuhause.