Drei Monate danach

Wie schnell sind tiefe Einschnitte in unserem Leben wieder vergessen! Drei Monate nach meiner Operation kann ich bezeugen:

  • Das Bewusstsein des Getragenseins ist in den schwierigsten Stunden am intensivsten. Nur 90 Tage später spüre ich nicht mehr dieselbe Intensität. (Und ich bin mir bewusst, dass meine Gefühle kein zuverlässiger Gradmesser für die Gottesbeziehung sind.)
  • Ich bin dankbar für den medizinischen Fortschritt und die ausgezeichnete ärztliche Versorgung. Beide finden ihren Ursprung in Gottes unverdienter Güte.
  • Bewegung lässt sich auf kreative Art in den Alltag integrieren.
  • Die Zielsetzung nicht zu „quetschen“, sprich alle Leerzeiten vollzustopfen, begleitet mich täglich.
  • Gott bemisst genau, was er uns auferlegt. Abends denke ich oft: Danke, es hat eben gereicht.
  • Jeder Tag hat an seinem Übel genug. Sorgen für den nächsten Tag sind überflüssig.
  • Die anspruchsvollste Zeit beginnt dann, wenn alle das Gefühl haben, es sei alles wieder beim alten.
  • Wer am meisten vergessen geht, sind die nächsten Angehörigen, in aller Regel die Ehepartner.