Aus der Bibliothek (12): National- und Ortsgeschichte

Als ordnungsliebender Mensch liebe ich es nicht, wenn Dinge wild verstreut auf Tischen herumliegen – von einer Ausnahme abgesehen. Wenn es sich um Bücher handelt, finde ich eine solche „Auslegeordnung“ sehr inspirierend. Also setze ich mich an einen Tisch, der mit Büchern belegt ist. Ich sah meine älteren drei Söhne schon oft um den Tisch herumstehen, etwa in der Mittagspause. Einer steht beim Buch, blättert, erklärt oder liest vor. Für diese Art von gemeinsamem Lesen eignen sich Nachschlagewerke. Dieser Tage schnappen sie sich nicht ein Lexikon, sondern die „Chronik der Schweiz“. In diesem Werk wird auf grossen Doppelseiten, nach Jahreszahl geordnet, die Geschichte unseres Landes in kurzen Artikeln wiedergegeben. Farbige Fotographien von Dokumenten, Inschriften, Gebäuden und Gemälden ergänzen die Berichte. Das Buch lädt zum Blättern ein.

Etwas zusammenhängender ist das Buch „2000 Jahre Altstetten“ aufgebaut. Die Ortgeschichte wird dokumentiert und v. a. seit dem Aufkommen der Fotografie mit viel Bildmaterial angereichert. Dies hilft, sich die Entwicklung des eigenen Wohnortes besser vor Augen zu führen. Wann und wo haben die Römer gewohnt? Was lebte es sich im Bauerndörfchen Altstetten? Wann entwickelte sich das Dorf zum Stadtquartier? Wann wurden die Tram- und Buslinien gebaut?