Aus der Bibliothek (13): Das doppelte Lottchen

„(D)ein Papa und ich, wir wollen uns heiraten. Und du und ich werden gewiss sehr gut miteinander zurechtkommen. Davon bin ich fest überzeugt. Du nicht? Pass auf – wenn wir erst einige Zeit zusammen gewohnt und gelebt haben, werden wir die besten Freundinnen sein! Wir wollen uns beide rechte Mühe geben. Meine Hand darauf!“

Das Kind weicht zurück und sagt ernst: „Sie dürfen Vati nicht heiraten!“

… An der Türe wendet sich das Kind noch einmal um und sagt: „Lassen Sie uns so, wie wir sind! Bitte, bitte …“

Erich Kästners Sprache ist auch Jahrzehnte nach seinem Tod eindrucksvoll. „Das doppelte Lottchen“ hat schon meine Mutter gelesen, wir haben es als Kinder auf Kassette gehört. Meine Frau liest es den Söhnen vor.