Der wirklichkeits-nächste Blick auf menschliches Lernen

Ich bin daran, meinen Entwurf der Dissertation zu überarbeiten. Aus dem Vorwort:

Äussert sich Gottes Wort denn überhaupt zum Lernen? Offensichtlich ist sie kein Fachbuch der Pädagogik oder der Entwicklungspsychologie. Insofern sie sich jedoch mit dem Menschen befasst, schildert sie auch dessen Lernprozesse. Dabei handelt es sich nicht nur um einen kognitiv gesteuerten Prozess. Erkennen ist an den ganzen Menschen gekoppelt und hat Gott als ersten Gegenstand der Erkenntnis. Diese Sicht findet sich bereits in den ersten Kapiteln der Bibel.[1] So gewinnen wir durch die biblische Anthropologie einen wirklichkeits-nächsten Blick auf menschliches Lernen.

[1] Gott ist Gegenstand des Erkennens: Adams vermessener Anspruch war es, mit seiner Erkenntnis seinem Schöpfer gleichzuziehen (Gen 3,5).  Erkennen geht weit über „wissen“ hinaus: Der Geschlechtsakt Adams mit Eva wird mit „erkennen“ betitelt (Gen 4,1).

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