Den Eltern die Hausaufgabenzeit entziehen

Zum Thema Familienpolitik und Lernen lege ich gleich nach: Birgit Kelle kritisiert die Soziologin Jutta Allmendinger, die zwecks Gleichmacherei unter Kindern den Eltern Hausaufgabenzeit entziehen will.

Es geht nämlich die böse Ahnung um in Deutschland, dass es tatsächlich massenweise Eltern gibt, die ihre Kinder derart fördern zu Hause, dass sie in der Schule besser sind als andere Schüler. Dadurch würde, so Allmendinger, „soziale Ungleichheit zementiert“. Denn diese Eltern beaufsichtigen tatsächlich zu Hause die Hausaufgaben. Mon Dieu! Dabei sprechen sie auch noch mit ihren Kindern und arbeiten den Schulstoff nochmal nach. Dies führe dazu, dass Hausaufgaben ein neues „Kommunikationsmedium“ zwischen Eltern und Kindern geworden sei. Das muss natürlich unterbunden werden, wo kommen wir denn dahin, wenn Eltern und Kinder jetzt über Lerninhalte sprechen. Am Ende bekommen Kinder auf diese Art und Weise auch noch erweiterte Ansichten auf den Schulstoff, der gar nicht im Lehrplan steht. Vielleicht widersprechen sie dann auch noch ihren Lehrern im Unterricht!

Um was geht es? Um das weltanschauliche, der Debatte zu Grunde liegende Dogma der „Gleichheit“:

Es muss wirklich ein ständiger Affront sein für die Gleichheitsfanatiker und sozialistischen Romantiker, dass es immer noch Kinder gibt, die schulisch besser sind als andere. Wir leben in einem Land, in dem „Elite“ nahezu ein Schimpfwort ist, wo man sich bald entschuldigen muss, besser zu sein, weil andere sich dann schlechter fühlen.

VD: RK