In den Urlaub mit Zug, Postauto und Alpentaxi

Es war schon immer mein Ziel, dass wir als Familie Urlaubsdestinationen mit öffentlichen Transportmitteln bzw. zu Fuss erreichen können. Man stelle sich vor: Fünf aufgeregte Jungs, übernächtigt von der Vorfreude; eine Menge an Gepäck (wovon man einen Teil nur eventuell brauchen wird); eine Autofahrt, auf der sich die Kinder schön erholen. Für den Kräfteausgleich kann es ganz nützlich sein, den Nachwuchs aktiv in die Vorbereitung und die Anreise einzubeziehen. Ein Fussmarsch ist gesund. Zudem nimmt es uns die Möglichkeit, während des Urlaubs übermässige Ausflugshektik zu entfalten. Wir bleiben in der Umgebung und bewegen uns viel. Was wir wirklich ansteuern wollen und weiter entfernt ist, können wir planen und mit einem Ausflug verbinden.

Also wagen wir den Versuch und fahren dieses Mal mit Zug und Postauto in den Urlaub – mit minimalem Gepäck. Dabei haben wir nicht die Illusion, dass wir ohne die Errungenschaften der Zivilsation auskommen werden – im Gegenteil. Es hat uns auch keine Naturromantik erfasst. Für Alpentaxis sind wir dankbar. Das Magazin der SBB hat übrigens in der aktuellen „Lösung für die letzte Meile“ (ab Seite 32) unsere Lösung thematisiert:

Früher sind Natalie und Hans Ulrich Schüpbach die sieben Kilometer zwischen der nächsten Busstation im freiburgischen Jaun und dem Chalet gewandert. Denn als vor zwölf Jahren die Poststelle in Abländschen aufgehoben wurde, starb auch der öffentliche Verkehr dorthin. … Ein eigenes Auto besitzen Schüpbachs allerdings nicht: «Wir leben mitten in der Stadt Bern und haben beide ein GA, da brauchen wir kein Auto», erklärt Hans Ulrich Schüpbach. Gut, dass es Niklaus Rauber gibt. Der pensionierte Buschauffeur fährt Familie Schüpbach regelmässig in seinem «AlpenTaxi» von Jaun zum Chalet.