Der Zombie als Metapher für die Sündhaftigkeit

Nein, es gibt nichts zu Halloween, dafür von Zombies. Lars Reeh hat sich mit den Parallelen zum Menschsein beschäftigt:

Der Zombie ist eine starke kulturelle Metapher für Sündhaftigkeit. Er ist nicht geistlich; er ist fleischlich (und frisst Fleisch). Er hat ein konsequentes Verlangen (Fleisch) und lebt in totaler Übereinstimmung mit seinem Wesen. Genau wie der Sünder. Die Macher von The Walking Dead haben das schön dargestellt, was sie für mich zu orthodoxen 1-Punkte-Calvinisten macht. Es ist ihnen gelungen Totale Verderbtheit gleich zweimal eindrucksvoll zu inszenieren: Die totale Verderbtheit des Zombies und die totale Verderbtheit des Menschen.

Nur: Der Zombie ist eine Fiktion, der Mensch nicht. Der Mensch ist der wahre Zombie; ein wahrhaftiger Zombie in seiner Verderbtheit. Zombies sind eine kulturelle Metapher, weil sie des Menschen Bosheit auf der Leinwand spiegeln. Die wandelnden Toten sind ein schreckliches Symbol für eine noch schrecklichere Realität – die Realität der Sünde.

Ein Unterschied zwischen beiden besteht darin, dass der Mensch, im Gegensatz zum nicht-existenten Zombie, von Gott für seine Sünde zur Verantwortung gezogen wird. Und noch etwas: In The Walking Dead gibt es zunächst keine Heilung vom Zombie-Sein. In der Realität schon: Geistlich tote Zombiesünder können erlöst werden! Allein durch den Glauben an Jesus Christus wird der Sünder von Gott gerecht gesprochen. Dieser Glaube kommt durch das Wort Gottes, welches das Mittel ist, das der Geist Gottes gebraucht, um dem Sünder das Sühneopfer Jesu Christi zuzurechnen. Sobald dies geschieht, wird der Zombie-Mensch zum Christen-Mensch und tritt damit in den lebenslangen Prozess der Entzombieisierung.

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