Wenn Vater und Sohn zusammen lernen (10): Mit Mathematik anfangen

Im Englischbuch meines Sohn wird ein (fiktiver) Dialog mit Schülern aus Bangalore geführt. Sie beginnen jeden Morgen mit Mathematik und bekommen täglich eine Doppellektion davon. Mein Eindruck täuschte mich nicht: Wir vernachlässigen in unseren Breitengraden die exakten Disziplinen. Zudem werden die Curriculas mit vielen Elementen angefüllt, die früher durch die Familie und Kirche vermittelt worden waren. Das entzieht Raum und Zeit für das Training der Grunddisziplinen.

So heisst es denn auch bei uns jeden Morgen: Nach dem Frühstück und einem ersten Impuls aus der Bibel gibt es eine Anzahl Aufgabenstellungen in Mathematik und/oder Geometrie. Anfangs machte ich zu lange Sequenzen. Mittlerweile begrenze ich auf drei 20-Minuten-Blöcke. Das Unangenehme wird vorab gemacht: Die Korrekturen der letzten Aufgaben. Dabei geht es nicht nur um eine bloss formale Erfüllung. Viel wichtiger ist die Fehleranalyse. So kamen wir schon einigen hindernden Lern- und Merkstrategien auf die Spur.

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