Interviews mit jungen Männern (2): Du weisst nicht, wann deine Stunde kommen wird

In loser Folge poste ich kurze Interviews mit jungen Männern (hier geht es zum ersten Interview „Du hast genau die Eltern bekommen, die du bekommen solltest“). Sie heben sich wohltuend vom „nicht-erwachsen-werden-wollen“-Cliché ab und setzen sich mit vollen Kräften in Gottes Reich ein. Heute ist Alex Fröhlich, 24, an der Reihe. Er stellt sich kurz vor:

Ich bin Kind Gottes, 24 Jahre alt und studiere an der Universität Zürich Geschichte und Germanistik. Als Hauptleiter der Jungschar Waldmann fordere und fördere ich seit Jahren Leiter und Kinder und organisiere Events und Camps. Unter dem Künstlername Mimuk trete ich gelegentlich als Komiker auf, um das Publikum zum Lachen und Nachdenken zu bringen, und drehe gerne Laien-Spielfilme oder Youtube-Videos.

Ich stellte ihm diese fünf Fragen.

1. Wie lautet dein Lebensmotto?

Ora et labora in Gottes Gnade. Wobei ich das et besonders betone. Keines der beiden Bestandteile sollte fehlen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Zusammenwirken meines Handelns und Gottes Zutun bzw. Gottes Handeln und meines Zutuns im Leben ein Geheimnis ist. Gottes Kraft beispielsweise kann ich in Anspruch nehmen, möchte dabei aber nicht untätig herumsitzen. Ich will alles geben im Vertrauen auf Gott und in seiner Gnade durch Jesus. Schlussendlich liegt alles in seiner gnädigen Hand.

2. Welche gesellschaftliche Aktualität bereitet dir am meisten Not?

Die sexuelle Freiheit und ihre Auswirkungen auf die ganze Gesellschaft.

3. Was würdest du einem suchenden Menschen frisch ab Uni zum Lesen empfehlen?

„Warum Gott?“ von Timothy Keller

4. Welchen Tipp würdest du einem Mittzwanziger, in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen, mitgeben?

Als Erwachsener würde ich einem Mittzwanziger keinen Tipp mitgeben. Ich würde ihm vielmehr zusprechen: Hey, ich bin für dich da, wenn was ist, und bete für dich! Als Gleichaltriger würde ich sagen: Prüfe alles und das Gute behalte (nach 1. Thess. 5). Und: Sei wachsam! Denn du weisst nicht, wann deine Stunde kommen wird (nach Matthäus 25.13).

5. Was siehst du als dein grösstes Lernfeld?

Ein solches Interview ist immer ein synchroner Schnitt. Nicht nur in dieser Frage antworte ich für den momentanen Zustand: „Ja“ und „Nein“ in angemessener Weise sagen zu lernen, ist mein aktuelles Lernfeld. Als nächstes wird kommen, meine Fehler besser eingestehen zu können.