Buchbesprechung: Gottes einzigartige Geschichte

David Helm. Gail Schoonmaker. Gottes einzigartige Geschichte. 3L Verlag: Waldems, 2013. 447 Seiten. 24,90 Euro.

Voller Spannung erwarteten wir die neue Kinder-Bilder-Bibel „Gottes einzigartige Geschichte“. Die erste wichtige Handlung bei einem neuen Buch ist die Wertschätzung durch die Eltern. Ich stellte es in der Familie vor und drückte meine Freude darüber aus. Damit bekommt die Bibel einen anderen Platz, als wenn ich sie einfach an einem Ort hingelegt hätte. Nach dem Abendessen liess ich das Buch von meinem Vierjährigen holen. Ich las die Schöpfungs- und die Sündenfallgeschichte vor. Du siehst nach einigen Seiten, ob ein Buch bei den Kindern Aufmerksamkeit erregt. Diesen ersten Test hat die Kinderbibel bestanden! Auch mein knapp Dreijähriger hörte atemlos zu. Er war vor allem von den Bildern angezogen. „Die Schlange“, „verstecken“ – das waren zwei eindrückliche Bilder im Bericht des Sündenfalls.

In den nächsten Tagen liess ich meinen Siebenjährigen die Geschichten lesen. Ich hörte ihm zu, wie er sie halblaut für sich durchlas. Das zeigt mir, ob der Satzbau auch für Leseanfänger geeignet ist. Auch hier kann ich Positives berichten, muss allerdings hinzufügen, dass wir unsere Kinder zu Hause unterrichten. Das bedeutet, dass unsere Kinder täglich viele Seiten aus mehreren Büchern lesen. Eine andere Angewohnheit beobachtete ich: Ein Bub schnappt sich die Bibel und blättert sich durch das ganze Buch. Überall dort, wo sie die Geschichte ohne Lesen wieder erkannten, riefen sie kurz aus: „Das kenne ich schon.“ Die Geschichte von David und Goliath erkannten sie nicht sofort. Weshalb? Weil sie einen anderen Titel trug. Und wo war die Geschichte vom barmherzigen Samariter? Sie fehlt. Mein Junior kommt zum Schluss: „Diese Bibel ist anders.“

Genau! Diese Bibel folgt nicht dem üblichen Muster, einige bevorzugte Geschichten mit etwas anderen Bildern auszustatten und sie dann aneinander zu reihen. Es geht um Gottes einzigartige Geschichte – seine Heilsgeschichte. Das bedeutet: Im Subjekt der Sätze taucht oft nicht der Mensch auf, sondern Gott. Es geht um ihn und sein Wort. Das ist ungewöhnlich. Wer die Geschichten aufmerksam liest, entdeckt: Das Evangelium ist in jeder Geschichte präsent. Die Geschichte vom Sündenfall endet beispielsweise mit dem Protoevangelium aus 1. Mose 3,15. Es wird ein Mann kommen, der die Schlange überwinden wird. Noahs Geschichte endet mit einem Fazit über Segen und Fluch.

Ich empfehle die Anschaffung gerade aus diesem Grund: Lasst uns beginnen, in den Familien die Geschichte der Bibel als zusammenhängendes Ganzes zu lesen. Es geht nicht um Morallehre, sondern um die Gute Botschaft von der ersten bis zur letzten Seite.