Buchbesprechung: Mit Kindern durch die Bibel

Marian M. Schoolland. Mit Kindern durch die Bibel. 3L Verlag: Waldems, 2013 (2. Auflage). 231 Seiten. 14,90 Euro.

Manchmal lohnt es sich, einen Autoren nach der Absicht seines Buches zu fragen. Schoolland schreibt im Vorwort an die Eltern:

Dieses Buch soll als Ratgeber für Eltern dienen, die ihren Kindern Gott näherbringen möchten. Eltern sind die besten Lehrer der Kinder. Und vielleicht gibt es nichts Wichtigeres für die geistliche Entwicklung der Kleinen als die ungestörten Gespräche mit Mutter oder Vater über den grossen Gott, der uns gemacht hat und liebt.

In 86 Lektionen, aufgeteilt in 14 Teile, geht Schoolland nicht chronologisch, sondern thematisch durch die Bibel. Das Buch ist wie eine kleine Systematische Theologie aufgebaut. Nur schon über dem Inhaltsverzeichnis geriet ich ins Nachdenken. Hinter dieser Struktur steckt viel Arbeit. Nehmen wir zum Beispiel den Teil 5 „Gottes Gesetz“. Wer hat zu diesem wichtigen biblischen Thema die Kinder schon belehrt?

  • Wie Gott uns sein Gesetz gab
  • Was das Gesetz bedeutet
  • Gottes Gesetz ist gut
  • Warum wir Gottes Gesetz nicht gehorchen
  • Warum die Sünde bestraft werden muss

Wie ist eine Lektion strukturiert? Jede Einheit enthält zuerst eine Hinführung auf ungefähr einer Seite. Danach kommen einige Fragen zur Reflektion. Daran schliesst sich ein kurzer Merkvers. Am Ende jedes Teils werden die Lernverse nochmals aufgeführt. Die Lektion wird mit Gebet beendet.

Meine Frau baut an den Arbeitstagen (Montag bis Freitag) täglich eine Lektion ein. Sie meinte, dass es am Anfang etwas Zeit brauchte, um die Buben an diese Art der Andacht zu gewöhnen. Sie benötigt etwa 20 Minuten, um mit den Buben durch die gesamte Lektion inklusive Lernvers und Gebet zu gehen. Das Buch besticht durch Inhalt, nicht durch Effekte. Das heisst, es gilt einige Unruhe auszuhalten, bis sich das Vorgehen als Gewohnheit etabliert hat. Nach zwei Monaten der Umsetzung befragte ich meine Buben zum Buch.

  • Der Älteste (5. Klasse): „Ich finde das Buch gut. Die Andachten sind für mich eher einfach.“
  • Der Zweite (3. Klasse): „Das ist ein gutes Buch. Es hat gute Inhalte. Man könnte es auch für die Sonntagschule verwenden.“
  • Der Dritte (1. Klasse): „Ich verstehe dieses Buch besser, als wenn ich die Bibel lese. Es ist wie eine Zusammenfassung.“