Aus den Medien: Gläubige Amerikaner, verweichlichte Jungs, eigennützige Armenindustrie

90 % der Amerikaner glauben an einen Schöpfer. 

Nur jeder 10. Amerikaner glaubt an die Evolutionstheorie. Spiegel berichtete.

Neun von zehn US-Amerikanern haben einer neuen Studie zufolge Zweifel an der wissenschaftlichen Evolutionstheorie. Nur rund 9,5 Prozent seien davon überzeugt, dass Gott oder eine andere höhere Macht absolut keinen Einfluss auf die Entstehung des Universums und des menschlichen Lebens hatten, sagte Elaine Howard Ecklund von der Rice Universität. Sie berichtete über die Umfrage beim Jahrestreffen des AAAS-Wissenschaftsverbands (American Association for the Advancement of Science) in Chicago.

Die anderen rund 90 Prozent der insgesamt mehr als 10.000 Befragten gaben an, dass ihrer Meinung nach Gott oder eine andere höhere Macht ganz oder zumindest teilweise für die Entstehung des Alls, der Erde und des Menschen verantwortlich seien. Bei den Evangelikalen unter den Befragten sind laut der Umfrage sogar rund 97 Prozent dieser Ansicht. Mehr als die Hälfte von ihnen glaubt den Angaben zufolge an den Kreationismus.

Die Welt ist keine Bubenwelt.

Landauf, landab wird es posaunt: Unsere Welt der Erziehung ist keine Bubenwelt. Die „Welt“ hat es in diesem Beitrag einmal mehr festgestellt:

Die Erzieherinnen schauen leicht hilflos hinterher und lächeln sich an. Sie kommen eben nie zur Ruhe, diese Jungs. Immer Lärm, immer Krach. Und nicht einmal ein bisschen Konzentration und Kreativität. Wahrscheinlich haben sie wieder alle viel zu viel ferngesehen. Sie nicken sich zu und glauben Bescheid zu wissen.

Draußen kracht eine Fensterscheibe. Jetzt ist sie kaputt. Das kann bei einem Fußballspiel auf einem viel zu kleinen, beengten Hof schon einmal vorkommen, die Welt geht davon auch nicht unter, denken Johannes und seine Kumpel – und dreschen den Ball gleich noch einmal gegen dieselbe Hauswand. Sie fühlen sich kräftig und mutig. Mit einem ordentlichen Fußballspielen können kleine Jungen nämlich nicht nur die viel gepriesene „soziale Kompetenz“ erwerben, sondern auch ihre Ängste bezwingen, die jeden Morgen beim Abschied von der Mutter noch da sind.

Aber die Erzieherinnen sehen das ganz anders: „Kaputte Gegenstände, überhaupt dieser unsensible Umgang mit der feinen Eigenart der Dinge – das ist typisch Junge“, seufzen sie und rufen den Morgenkreis zusammen. Hier werden noch einmal Prinzipien festgehalten: keine Gewalt, auch nicht gegen Sachen, keine kaputten Fensterscheiben und nicht immer dieses Geschrei. Dem kleinen Johannes kommt es vor, als sei seine Welt wie vernagelt. Überall Verbote und Ermahnungen, meist ganz sanft und weich.

Die Armenindustrie neigt zur Eigennützigkeit.

Dr. Rita Knobel-Ulrich spricht in einem Interview mit freiewelt über ein heisses Eisen:

Es ist doch kein Geheimnis, dass von einem Heer an Arbeitslosen auch ein Heer von Kümmerern lebt. Das trifft nicht nur auf die Arbeitsagentur zu, sondern auch auf Wohlfahrtsverbände, Diakonie und die Bildungskurse – ein riesiges Heer, das sich um scheinbar Arme und Bedürftige kümmert, ohne genau zu wissen, wer wirklich Hilfe benötigt. Und ob diese Hilfe dann auch eine Hilfe zur Selbsthilfe ist. Wir verteilen ständig Fische, statt Angeln. Man muss den Leuten zeigen, wie eine Angel funktioniert und sie nicht ständig mit Unmengen von Fischen in Geschenkpapier überschütten.