Aus den Medien: Kurskorrektur wegen sinkenden Spenden, Rücktritt wegen intoleranten Toleranten, Recht auf Leuchttürme biblischer Orientierung

World Vision rudert zurück

Das Hilfswerk World Vision (USA) revidierte seinen Entschluss (siehe diese Meldung auf theoblog). Holger Lahaye kommentiert in einem längeren Beitrag des Gemeindehilfswerks (VD: AS):

Vor einigen Jahren schrieb Wolfram Weimer in „Christ&Welt“ (38/2011):Unsere Wahrheiten sind keine Felsen mehr, sie sind Wanderdünen geworden“. Wie schnell sie nun schon wandern, haben wir in der vergangenen Woche gesehen. Der bekannte deutsche Journalist, Gründer von „Cicero“: „Die Masse ist wieder da, nicht mehr als Mob oder Klasse oder Aufmarschtruppe bei Paraden, sondern als Ordnungsprinzip der digitalen Globalisierung. Sie bringt ausgehöhlte Systeme der Konformität und Gesellschaften mit beschränkter Haftung hervor. Sie macht uns alle zu Schuldnern unserer Kompromisse. Die Schuldenkrise ist eine Chiffre unserer Zeit, wir haben Schulden der Identität, weil wir Wahrheiten nur noch fremd entlehnen, sie uns leihen, und zwar von der Masse…“ Es gelte wieder zu lernen, so Weimer, dass „Wahrheiten unabdingbar sind“ und dass heute nicht mehr Demokratie, sondern „mehr Haltung“ zu wagen ist.

Ein Beispiel der Neuen Toleranz

Ein Beispiel für die Auswirkung der Neuen Toleranz: Der Mozilla-Chef musste zurücktreten. Die „Zeit“ meldete:

Der Mitgründer des Internetunternehmens Mozilla, Brendan Eich, tritt als Vorstandschef zurück. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag in einem Blog-Eintrag mit. Grund ist, dass Eich eine Initiative für das Verbot der Homo-Ehe in Kalifornien unterstützt hatte. Zahlreiche Angestellten des Unternehmens und Nutzer des Mozilla-Internet-Browsers Firefox waren darüber verärgert.

Der FB-Eintrag von Birgit Kelle trifft ins Schwarze:

Wo bleibt die Meinungsfreiheit? Ein Geschäftsführer in der IT-Branche muss gehen, weil er gegen die Homoehe ist. Was lernen wir daraus: Wer seinen Job nicht riskieren will, hält besser die Klappe.

Junge wollen Klartext, keine Kuscheltheologie

Peter Hahne sprach bei einem Anlass „Gemeinde unter dem Wort“. Kathnet berichtete:

Hahne, der zum 36. Mal beim Auftakt der Gemeindetage sprach, ermunterte die Besucher, das Licht von Jesus Christus strahlen zu lassen: „Unsere Gesellschaft, die vielfach seelisch, sozial und sicherheitspolitisch am Abgrund steht, hat ein Menschenrecht auf Leuchttürme klarer biblischer Orientierung und braucht keine theologischen Tranfunzeln der Beliebigkeit.“ Dass trotz des zeitgleich im Fernsehen übertragenen Champions-League-Spiels Real Madrid gegen Borussia Dortmund viele Jugendliche anwesend waren, sei ein Zeichen, dass sie „Klartext statt Kuscheltheologie“ wollen, so Hahne.