E21 Live-Blog (5): Gottes Heil – angekündigt, ausgeführt und angewandt

Speaker: Thabiti Anyabwile

Text: Epheser 1,3-14

Hauptbotschaft

Unsere Errettung von Gott, dem Vater, verordnet.
Unsere Errettung wurde durch den Sohn bewirkt.
Unsere Errettung wird durch das Wirken des Heiligen Geistes umgesetzt.

Fünf Zitate

  1. Tiefes Nachdenken über das Evangelium macht unser Herz weit für Gott.
  2. Halte fest an der Wahrheit: Gott liebt dich, weil er dich liebt.
  3. In Christus ist uns ein Schatz gegeben, der alles übertrifft. Bedeutet das nicht auch, dass wir aufhören für die Schätze dieser Welt zu leben?
  4. Der Heilige Geist versiegelt uns. Es ist so, als würde er uns in einen Briefumschlag einpacken und seinen Stempel aufdrücken. Das Siegel bedeutet, dass wir dem Vater gehören.
  5. Warum tut Gott dies alles? Es geht um die Herrlichkeit Gottes, die im ganzen Universum sichtbar wird.

Mitschrift

Die Welt steckt voller Konfliktpotenzial: In Völkern und Städten, bei Nachbarn und in der Familie. Seit Adam und Eva gibt es Streit unter den Menschen. Gott hat eine Antwort auf diese Probleme. Er hat uns inmitten dieser Schwierigkeiten gesehen. Er hat alles getan, um uns vor uns selbst zu retten.

1. Unsere Errettung von Gott, dem Vater, verordnet.

Paulus beginnt mit Worten des Segens. Er ruft uns auf, ihn zu segnen. Der Grund dafür ist, dass Gott uns mit jeder geistlichen Segnung bedacht hat. So finden wir eine Wechselwirkung des Segens. Der ganze Abschnitt ist von Lob und Segen durchdrungen. Paulus führt sich selbst und uns vor Augen, was Gott alles bewirkt hat. Tiefes Nachdenken über das Evangelium macht unser Herz weit für Gott.

Der Vater hat uns vor Grundlegung der Welt auserwählt und vorherbestimmt. Wozu? Damit wir heilig und untadelig seien. Wir Menschen wollen auserwählt sein. Erinnere dich an deine Schulzeit, als Mannschaften gewählt wurden. Oder: Was für ein Segen ist es, als Ehemann auserwählt zu sein. Gottes Auserwählung ist eine ganz spezifische. Es geht um einen exklusiven Bund, die Liebe von Gott zu seiner Braut, der Gemeinde. Gott hat uns gesehen, bevor die Welt geschaffen wurde. Paulus beginnt also gleich bei der grossen Lehre der Auserwählung. Bevor die Welt geschaffen wurde, hat der Vater dem Sohn ein Volk verheissen (Joh 17,2).

Was tut der Vater sonst noch (V. 5)? Er hat uns zuvor zur Sohnschaft durch Jesus Christus bestimmt. Wir sollen nicht nur heilig und untadelig, sondern seine Kinder sein. Gott spricht zu uns: „Du wirst mir ein guter Sohn sein.“ „Ich bin stolz auf dich, meine Tochter.“ Gott setzt alles daran, dass wir gute Söhne und Töchter sind. Er hat diese Sache bereits in Zement gegossen, bevor etwas geschaffen war. Das ist umso bemerkenswerter angesichts unseres sündigen Lebens. Wir haben Gott seiner Ehre beraubt und seinem Namen Unehre gebracht. Anstatt uns zu richten, hat er uns in seiner Liebe zur Sohnschaft bestimmt. Warum tat er das? Zum Wohlgefallen seines Willens, aus seinen eigenen Beweggründen. Nicht weil er in uns einen Funken Gutes gesehen hätte. Es gefiel Gott uns zu adoptieren. Niemand hat ihn dazu gezwungen. Es gibt keinen Grund ausserhalb von ihm selbst. So sprach er einst schon zu Israel (Deut 7,7). Halte fest an dieser Wahrheit: Gott liebt dich, weil er dich liebt.

2. Unsere Errettung wurde durch den Sohn bewirkt.

In der Fülle der Zeit wurde Gottes Sohn von einer Frau geboren (Gal 4,4). Er kam in die Welt, um Rettung für uns zu bewirken. Wir haben die Erlösung und Vergebung der Sünden durch sein Blut bekommen. Wir wurden zurück gekauft. Wir waren leere Gefässe, gefüllt mit Sünde. Christus hat uns mit seinem eigenen kostbaren Blut gekauft. Er hat einen gewaltigen Preis gezahlt. Durch diese Erlösung ist uns Vergebung zuteil geworden. Jesus sprach einst die wundervollen Worte zur Sünderin, die seine Füsse gesalbt hatte: „Deine Sünden sind dir vergeben.“ Wir können die Entfernung zwischen Gott und uns nie selber verkürzen.

Christus hat uns weiter das Geheimnis von Gottes Willen offenbart. Sein Plan wird in seinem Sohn sichtbar. Das Geheimnis des Evangeliums ist unser gemeinsames Erbe. Gott offenbart uns das Zentrum seines Planes: Seinen geliebten Sohn Jesus Christus. Christus ist der einende Faktor im Himmel und auf Erden. Er ist zum Haupt der Gemeinde und zum Retter des Universums berufen. Er dirigiert das ganze Universum zu unserem Segen. Er hat nicht durch die persönliche Errettung bewirkt, sondern aus kosmischer Sicht die Erlösung für alles bewerkstelligt. Alle werden einst erkennen, dass er das Haupt über alles ist.

In Christus haben wir ein Erbteil erlangt als Teil unserer Vorbestimmung und Adoption. In Christus sind wir Miterben. Alles, was Gott ist und besitzt, das ganze Reich Gottes ist uns gegeben worden in seinem Sohn. Dieses Erbe ist im Himmel für uns aufbewahrt (1Petr 1). In Christus ist uns ein Schatz gegeben, das alles übertrifft. Bedeutet das nicht auch, dass wir aufhören für die Schätze dieser Welt zu leben?

Zwölfmal wird erwähnt, dass wir „in ihm“ sind. Alles, was wir haben, ist eine Folge der Einheit mit Christus. Wenn Jesus für uns die Erlösung bewirkt, fügt er sich in uns selbst ein. Das bedeutet: Es ist nicht länger ich, der in mir lebt (Gal 2,20). Unsere Leben sind in Christus verborgen. Es ist so, als hätten wir eine Erfahrung ausserhalb unseres Leibes gemacht. Wir leben in Christus und er in uns. Unser Leben bekommt eine komplett neue Ausrichtung. Wir werden durch ihn definiert.

3. Unsere Errettung wird umgesetzt durch das Wirken des Heiligen Geistes.

Der Heilige wendet diese Errettung in unserem persönlichen Leben an. Jetzt und hier ist der Heilige Geist gegenwärtig. Was tut er?

Der Heilige Geist befähigt uns, dem Evangelium Glauben zu schenken. Bevor er uns dieses Geschenk nicht gegeben hat, ist es reine Torheit für uns. Dann werden wir plötzlich Teil dieser Botschaft. Selbstvertrauen wird durch Vertrauen in den gekreuzigten und auferstandenen Herrn abgelöst.

Der Heilige Geist versiegelt uns. Es ist so, als würde er uns in einen Briefumschlag einpacken und seinen Stempel aufdrücken. Das Siegel bedeutet, dass wir dem Vater gehören. Wir tragen ein geistliches T-Shirt mit dem Aufdruck: Eigentum von Jesus Christus.

Der Heilige Geist ist der Garant unseres Erbes. Er ist Vorgeschmack dessen, was wir in Fülle bekommen werden. Der Geist erinnert uns an die wunderbaren Dinge, wenn wir bei ihm angekommen sein werden. Die Freude des Himmels ist grösser als die Freuden dieser Erde. Der Geist weckt den Appetit für ein Leben in der Nachfolge.

Fazit: Dies ist eine gewaltige Vision für das Universum. Und es ist die Vision für das christliche Leben. Wir leben für die Herrlichkeit des dreieinen Gottes. Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist können sich nichts Besseres vorstellen.