E21 Live-Blog: Fünf Vorschläge für das Gespräch mit Muslimen

Wenn wir im Westen über den Islam sprechen, dann schleppen wir viel Gepäck mit uns, insbesondere Ängste und eine grosse inhaltliche Unsicherheit. Viel hilfreicher als eine angstvolle Annäherung oder politische Voreingenommenheit ist das christliche Grundverständnis: Jeder Muslim ist im Bild Gottes geschaffen, nämlich um die Herrlichkeit Gottes zu reflektieren.

Thabiti Anyabwile, der als Jugendlicher selbst zum Islam konvertierte, um später zum christlichen Glauben bekehrt zu werden, gab uns fünf Hinweise für das Gespräch mit:

  1. Gebrauche deine Bibel und vertraue darauf, dass sie ihr Werk tun wird. Demonstriere die Glaubwürdigkeit der Bibel. Es ist erstaunlich, wie oft Christen von Jesus sprechen und ihre Bibel dabei nicht öffnen. Die Apologeten des Islam sind darin trainiert, Widersprüche aufzubringen, wo keine sind. Lies die Verse vor und nach einer ihrer kritischen Stellen, und du wirst alle Antworten finden, die du brauchst.
  2. Verteidige die Trinität. Jede Person der Trinität ist in die Errettung involviert. Wer die Trinität ignoriert, zerstört die Trinität. Glauben heisst, ihm zu vertrauen als dem, der er ist. Wir glauben an den einen ewigen Gott in drei Personen. Unsere muslimischen Nachbarn sind auch Menschen des Buches. Sie glauben an göttliche Offenbarung. Mohammed bestätigte die Schriften von Moses und David. Kläre Missverständnisse von Muslimen, zum Beispiel eine falsche Vorstellung von Trinität: Gott Vater, Gott Sohn und Maria. Wir wären auch geschockt über eine solche Idee.
  3. Mache klar, dass Sünde personal ist und nicht nur theoretisch. In unserer Natur sind wir Gott entfremdet. Es besteht ein kosmischer Verrat an Christus. Gottes Zorn ist entbrannt und muss zufrieden gestellt werden (engl. satisfied). Bei Muslims ist Sünde eine Art von Fehler. Es gibt keine Versöhnung und kein Opfer. Stelle einige persönliche und konkrete Fragen zum Gesetz Gottes, zum Beispiel entlang der Bergpredigt. Hast du schon eine Frau lüstern angeblickt oder Ärger gegenüber deinem Bruder gehabt? Wie reinigst du dein Herz?
  4. Sprich über das Kreuz Christi. Alles hängt an diesem einen Ereignis, dem Tod und der Auferstehung Christi. Der christliche Glaube wäre sonst ohne Sinn. Der Zorn Gottes wird über den Sohn Gottes ausgegossen. Er wird als Opfer hingegeben. Es ist hilfreich, diese Geschichte durch die Bibel darzulegen, zum Beispiel mit Abraham und Isaak. Sprich auch über die Auferstehung Christi in den Evangelien. Diese Berichte wurden von Menschen geschrieben, die Augenzeugen gewesen sind. Ein wichtiges Argument: Eine jüdische Gemeinschaft, die so gegen Jesus war, bleibt still angesichts der Auferstehung. Wie erstaunlich!
  5. Poche auf Busse und Umkehr. Ein solcher Schritt ist mit Leiden für Christus verbunden. Es ist ein Bruch mit Familie und Religion. Wir müssen bereit sein, die neue Familie eines Bekehrten zu werden.  Solche Menschen werden von ihrer eigenen Familie enteignet. Christus nachzufolgen ist teuer, aber lohnend.

Anyabwile ist der Verfasser der Buches „The Gospel for Muslims“.