Aus der Bibliothek (29): Der Weg über die Brücke

Ich hatte das Vorrecht, als Kind eine Zeit ihre Kinderstunden besuchen zu dürfen. Inhaltlich ist mir nichts mehr in Erinnerung geblieben. Nur wusste ich, dass wir in einem Wohnzimmer sassen, vorne eine Flanell-Wand aufgestellt war. Martha Zollinger ist mir auch in guter Erinnerung durch die Kinderkassetten, die wir uns oft anhörten. Zuerst kommt mir „Röbi im Sirupfass“ in den Sinn (zur Verlagsliste geht es hier).

Vor einiger Zeit fiel mir im Bücherbrocki das Buch „Der Weg über die Brücke“ in die Hände. Meine Frau las den Kindern das Buch vor. Es hat sie so gepackt, dass sie es abends fertig lesen musste. Mein Ältester, der bei einer Leseeinheit nicht dabei sein konnte, schnappte sich das Buch um es ebenfalls in einem Zug durchzulesen. Um was geht es? Um eine Frau, die klar  zu Jesus standund deswegen auch Nachteile in Kauf nahm. Sie lebte das vor, was ich heute auch in frommen Kreisen vermisse: Vertrauensvolles Zurückstehen.