Wenn Vater und Sohn zusammen lernen (30): Tomatenzöglinge

Was gibt es Schöneres, als an einem milden Frühlingstag in die Stadtgärtnerei zu schlendern? Uns interessierten vor allem die Tomaten und die Tulpen. Wir bestaunten die riesigen (hohen) Tomatenzöglinge, die zu Dutzenden in grossen Kübeln und bester Komposterde zum Verkauf bereitstanden. Wenn wir Geld und Platz gehabt hätten, wären sämtliche dieser Töpfe in unseren Besitz übergegangen. Darüber waren wir uns einig. Doch, o weh. Die Gärtner verbrannten einen Teil der Zöglinge, weil sie von der Sonne mitgenommen waren. Meine Buben bettelten um einige dieser Pflanzen. So stehen sie nun bei uns an der Hausmauer und im Keller, wartend auf Sonnenschein. Vorerst werden sie durch kräftigen Frühlingsregen genährt. Jeden Morgen geht unser Dritter schnell raus, um zu schauen, ob alles in Ordnung ist mit ihnen.

Es gefällt mir als Vater, wenn meine Buben lernen, für etwas zu sorgen; wenn sie die Entwicklung von Pflanzen beobachten und mit der Zeit merken, was für ein gutes Gedeihen alles nötig ist; wenn sie mit Rückschlägen umgehen müssen (z. B. eine geknickte Pflanze) und am Schluss (hoffentlich) ernten dürfen.

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