Aus den Medien: Frisch gebackene Eltern, Privatunterricht im Aargau, Ökonomie und Wahrheit

Frisch gebackene Eltern auf Tauchstation

Frisch gebackene Eltern gehen auf Tauchstation. Sie sind absorbiert durch die neue Situation. Hier geht es zum Artikel.

Bevor ich selbst Mutter wurde, hatte ich ein paar ziemlich enge Freunde, die ich nach der Geburt ihrer ersten Kinder nie wirklich wiedersah. Ich versuchte es immer mal wieder mit Anrufen und schlug immer wieder die Dinge vor, die wir schon immer gemeinsam gemacht hatten – also beispielsweise einen gemeinsamen Kaffee oder mal ein Mittagessen. Im Regelfall bekam ich eine Absage, und nachdem ich es ein paar Mal versucht hatte, gab ich entnervt auf.

Privatunterricht im Aargau

Im Kanton Aargau liegt eine Interpellation einer CVP-Grossrätin vor. Die Aargauer-Zeitung hat mit privat unterrichtenden Eltern und mit der Grossrätin gesprochen.

Sandra Bolliger indes will nur das Optimum aus ihren Kindern herausholen. Oft geht sie mit dem Stoff weiter als der kantonale Lehrplan vorgibt, berücksichtigt das aktuelle Interesse der Kinder. «Lernen macht so mehr Spass.» Ohne grossen Einsatz der Eltern geht es nicht. Überheblichkeit werde ihnen nachgesagt, sagt Cary Timpanaro, Heilpädagogin aus Wettingen – «ein Vorurteil». Alle haben sie aber nichts gegen die Regelschule. Einige sind selbst Lehrer. «Ich könnte nie Lehrerin sein», sagt Sandra Bolliger, 25 Kinder wären zu viel. Dafür brauche es ein Lehrpatent. «Nicht aber für Hausunterricht.» Eine heimunterrichtende Primarlehrerin nickt. «Den Lehrstoff kann ein durchschnittlich intelligenter, gebildeter Mensch Kindern beibringen», so Bolliger. Eine Grenze des Machbaren schliesst sie aber nicht aus.

Über Vorannahmen in der Ökonomie

Ich interessiere mich für die Politik des grossen Nachbarn. Kurz vor der Europawahl gab es einen kritischen Aufsatz in der ZEIT zu AfD-Chef Lucke. Ich bin überzeugt: Ökonomie ist eine Disziplin, die stark von Vorannahmen geprägt ist.

Es gibt eine pragmatischere Sicht in der Ökonomie, eine, die weniger auf Prinzipien setzt, sondern darauf, was am Ende den größten Nutzen für alle spendet. Es gibt auch viele kluge, forschungsstarke Ökonomen, die vor einer Auflösung der Währungsunion zurückschrecken – schlicht, weil sie zugeben, dass sie die Folgen nicht einschätzen können. Luckes Doktorvater Wolters sagt es etwas grundsätzlicher: Es wäre natürlich schön, wenn sich die Welt stets mit den Gesetzen der Ökonomie erklären ließe.“ Er selbst glaube aber nicht daran. „Die eine wissenschaftliche Wahrheit gibt es bei uns Ökonomen nicht.“