Buchbesprechung: Dem Labyrinth des Zorns entkommen

Die kleine Seelsorgereihe (5). Zorn – der Weg aus dem Labyrinth. 3L Verlag: Waldems, 2009. 23 Seiten.

„In einer Welt von Enttäuschungen, Unvollkommenheiten und Sünden (von uns und von anderen) ist Zorn nur allzu bekannt.“ Es geht in diesem Heft um den sündigen Zorn. Der Autor nennt drei häufige Missverständnisse:

  1. Zorn ist etwas in meinem Innern. (Zorn ist keine Sache, sondern eine moralische Tat der ganzen Person.)
  2. Es ist in Ordnung auf Gott zornig zu sein. (Es ist erstaunlich, dass Menschen, die auf Gott zornig sind, die gleichen Nöte erleben wie Menschen, die Gott lieben. Ein solcher Zorn verschleiert Selbstgerechtigkeit und ist Zeichen des Unglaubens.)
  3. Mein grösstes Problem ist mein Zorn auf mich selbst. (Wessen Augen sprechen das Urteil, wenn ich auf mich selbst wütend bin?)

Wie lautet die Diagnose für das Problem? „Ich will es auf meine und nicht auf Gottes Weise, und weil ich es nicht auf meine Weise kriege, bin ich wütend.“ Der Zorn beherrscht uns. Er versucht uns zu kontrollieren und zu zerstören.

Zu welcher Denkweise führt der Glaube? Wenn die Menschen glauben, dass Zorn etwas ist, das in ihrem Innern passiert, dann führt sie das nicht zur Busse! „Die wahre Lösung sind Selbsterkenntnis, Eingeständnis des Fehlers, Busse, Glauben und neuer Gehorsam durch die Kraft von Gottes Gnade.“

Zu welchem Handeln führt dies? Vier Schritte helfen uns für eine realistische Diagnose:

  • Wie sieht die Situation aus?
  • Wie reagiere ich?
  • Was für Motive habe ich?
  • Welche Folgen hat dies?

Weitere Fragen sind wichtig für eine Lösung durch die Gnade Gottes:

  • Was ist wahr?
  • Wie kann ich Gott um Hilfe bitten?
  • Wie sollte ich in dieser Situation reagieren, um Gott zu verherrlichen?
  • Welche Folgen habe Glaube und Gehorsam?