Wenn dich Kinder fragen: Warum gibt es vier Berichte über Kreuzigung und Auferstehung von Jesus?

Kinder stellen immer wieder interessante Fragen. In der Bibel sind uns vier verschiedene Berichte über Jesu Kreuzigung und Auferstehung gegeben worden. Was sind die wesentlichen Argumente?

  • Kreuzigung und Auferstehung sind in allen vier Evangelien überliefert, und zwar sehr ausführlich. Sie nehmen bis zum einem Drittel des Berichtes ein. Warum? Es geht um das zentrale Geschehen der ganzen Heilsgeschichte.
  • Johannes schrieb, dass, wenn alles aufgeschrieben würde, es alle Bücher der Welt nicht fassen würde. Also handelt es sich um eine Auswahl von Ereignissen im Leben Jesu und seinen Worten, die Gott getroffen hat.
  • Für wen ist dies geschrieben worden? Matthäus schrieb an seine Landsleute, um zu zeigen, dass Jesus der verheissene Messias ist; Lukas schrieb an einen gebildeten Römer, der näheres über den Glauben erfahren wollte; Markus schrieb an Römer, die wenig über jüdische Bräuche informiert waren etc.
  • Jeder Evangelist schrieb über einen anderen Aspekt von Jesus. Matthäus beschreibt ihn als König, Markus als Diener, Lukas als Sohn des Menschen, Johannes als Sohn Gottes. Das ergibt jeweils einen anderen Blickwinkel.
  • Seit Beginn der christlichen Kirche gibt es die sogenannte Evangelienharmonie. Das heisst man legt die Berichte übereinander und stellt Gemeinsamkeiten und Abweichungen fest. Matthäus und Markus liegen inhaltlich nahe zusammen, auch Lukas. Johannes hat einen anderen Stil und beschreibt viele zusätzliche Begebenheiten, vermutlich deshalb, weil er an einigen persönlich dabei gewesen war.
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